© Gerhard Meyer

Seit

dem

Sturz

von

Baschar

al-Assad

durch

oppositionelle

und

islamistische

Gruppen

kontrolliert

die

islamistische

Miliz

Hayat

Tahrir

al-Sham

(HTS)

weite

Teile

Syriens

und

hat

eine

Übergangsregierung

gebildet.

Im

Nordosten

kontrolliert

das

kurdisch

geführte

Militärbündnis

Demokratische

Kräfte

Syriens

(SDF)

mit

US-Unterstüt

-

zung

weite

Teile

des

Landes.

An

der

Grenze

zur

Türkei

im

Norden

halten

mit

der

Türkei

verbündete

Milizen

eine

sogenannte

„Sicherheitszone“.

In

vielen

Teilen

des

Landes

gibt

es

zudem

bis

heute

Schläferzellen

des

IS,

die

immer

wieder

tödliche

Anschläge

verüben.

Die

Lage

in

Syrien

ist

also

alles

andere

als

stabil

und

übersichtlich.

Israel

nutzt

das

aus

und

bombardiert

vorsorglich

noch

vorhandene

militäri

-

sche

Einrichtungen

des

Assad-Regimes.

Die

Türkei

unterstützt

die

HTS-Miliz

mit

dem

Ziel,

die

Kurden

aus

Syrien

zu

vertreiben.

Russland

konnte

und

wollte

neben

dem

Krieg

in

der

Ukraine

das

Assad-Regime

nicht

weiter

militärisch

unter

-

stützen.

Ob

die

für

eine

russische

Präsenz

im

östlichen

Mittelmeer

wichtige

Marinebasis

Tartus

und

der

Luftwaffenstütz

-

punkt bei Latakia weiter genutzt werden können, ist offen.

2024

hat

uns

einen

Vorgeschmack

gegeben,

mit

welchen

weltweiten

Auswirkungen

wir

zukünftig

durch

den

Anstieg

der

globalen

Temperatur

verstärkt

rechnen

müssen.

Mit

Aus

-

nahme

der

EU

scheint

dies

weltweit

nur

ein

dringendes

Thema

in

den

Staaten

zu

sein,

die

unmittelbar

existentiell

bedroht

sind

durch

den

Anstieg

der

Meeresspiegel.

Trump

hat

wieder

das

alte

Motto

„Drill,

baby,

drill!“

ausgegeben

und

will

viele

Umweltgesetze

sofort

aussetzen,

um

Amerikas

Wende

zu

erneuerbaren

Energien

aufzuhalten

und

die

USA

als

Weltmarktführer

für

fossile

Energien

zu

etablieren.

Russland

ist

wirtschaftlich

weiter

davon

abhängig,

fossile

Brennstoffe

zu

fördern

und

zu

exportieren,

da

der

Staat

einseitig

auf

eine

Rohstoffökonomie

setzt

und

sich

deshalb

außer

der

Rüstungsindustrie

kein

international

wettbewerbsfähiger

Wirtschaftszweig

entwickelt

hat.

China

investiert

zwar

stark

in

erneuerbare

Energiesysteme,

hat

aber

einen

derart

hohen

Energiebedarf,

dass

es

noch

lange

auf

fossile

Energieträger

angewiesen

sein

wird.

Indien

als

bevölkerungsreichstes

Land

der

Erde

bemüht

sich

gegen

-

wärtig,

den

Schritt

zur

Industrienation

durch

verstärkten

Import

von

Erdöl

aus

Russland

zu

vollziehen.

Und

dann

gibt

es

noch

die

wirtschaftlich

mächtigen

Golfstaaten

und

andere

Erdöl-

und

Erdgasexporteure,

die

überhaupt

kein

Interesse

daran

haben,

dass

sich

das

Zeitalter

der

fossilen

Energien

dem

Ende

zuneigt.

In

Deutschland

leugnen

AfD

und

BSW

den

Klimawandel

und

fordern,

wieder

Erdgas

aus

Russland

zu

importieren

und

Atomkraftwerke

zu

bauen.

FDP

und

CDU/CSU

fordern

„Technologieoffenheit“.

Ein

Begriff,

der

in

Wahrheit

nur

ein

Euphemismus

für

die

weitere

Nutzung

fossiler

Brenn

-

stoffe

ist,

die

von

einer

einflussreichen

Lobby

der

Petrochemie

gefordert

wird.

Die

deutsche

Energiezukunft

sehen

CDU/CSU

und

FDP

zum

Beispiel

in

Fusionsreaktoren,

Mini-Atomkraftwerken

und

E-Fuels

ohne

Rücksicht

auf

Umsetzungs

-

chancen,

Zeithorizonte

und

Kosten.

Friedrich

Merz

träumt

schon

davon,

alle

Windkraftanlagen

abzureißen

„einfach,

weil

sie

hässlich

sind“.

Die

FDP

setzt

auf

die

technische

Innovationskraft

der

Wirtschaft

ohne

störende

Einflüsse

des

Staates

und

will

wie

CDU/CSU

die

Änderungen

des

Gebäudeenergiegesetzes

(„Heizungsgesetz“)

durch

die

Ampel

rückgängig

machen.

SPD

und

Grüne

wollen

ein

klimaneutrales

Deutschland

bis

2045

mit

erneuerbaren

Energien

und

grünem

Wasser

-

stoff.

Sie

sehen

jedoch

die

Notwendigkeit,

Kredite

für

Zukunftsinvestitionen

von

der

Schuldenbremse

auszunehmen,

um

Finanzierungsspielräume

für

staatliche

Förderprogramme

zu

eröffnen.

Dafür

bräuchten

sie

aber

eine

nicht

absehbare

2/3-

Mehrheit

im

Bundestag.

Ein

politischer

Konsens

ist

weder

weltweit

noch

in

Deutschland

abzusehen.

Dabei

lehren

uns

die

Klimakatastrophen

des

vergangenen

Jahres,

dass

die

Klimafolgenbewältigung

erheblich

teurer

sein

wird

als

ein

wirksamer

Klimaschutz.

3 3 2 2 1 1