© Gerhard Meyer
Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Klimaschutz, lehnt aber Klimaschutzmaßnahmen ab, die zu Einschränkungen ihres Lebensstandards oder ihrer individuellen Lebensgestaltung oder zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen führen. Das Ergebnis einer Befragung junger Menschen, welchen vorgegebenen Antworten zur Beurteilung deut - scher Klimaschutzmaßnahmen sie zustimmen, zeigt eine Grafik nach Anklicken des nebenstehenden Symbolbildes. Deutlich wird, dass die befragten jungen Menschen wenig Zutrauen zu den Klimaschutz - maßnahmen in Deutschland haben. Sie sehen in den Maßnahmen in erster Linie, dass Verzicht oder Verlust von ihnen gefordert wird. Sehr häufig wird argumentiert, dass die CO 2 -Emissionen Deutschlands im Vergleich zu den USA oder China global nicht ins Gewicht fallen. Dieser Ansicht sind auch der Bundeskanzler und unsere Wirt - schaftsministerin. Ich meine, man kann Deutschland nicht mit China oder den USA vergleichen. Unser Wirtschaftsraum ist die Europäische Union. Die rangiert auf Platz 4 der weltweiten Treibhausgase - mittenten. Innerhalb der EU rangiert Deutschland mit großem Abstand zu Frankreich auf Platz 1. Der internationale Vergleich, den Sie durch Klicken auf das nebenstehende Bild mit 4 zu vermeidenden Beiträgen zum Klimawandel aufrufen können, gibt wahrlich keinen Anlass, den Klimaschutz zu vernach - lässigen. Gegenwärtig erleben wir in diesem Sommer ausgeprägte Hitzeperioden mit Wassermangel. In den Anrainerstaaten des Mittelmee - res sind Hitze und Dürre im Hochsommer nicht außergewöhnlich. Der Klimawandel hat die Temperaturen in diesem Sommer aber an vielen Tagen über die für Menschen gefährliche Grenze von 37 °C ansteigen lassen. Auch Deutschland ist in diesem Sommer stark betroffen. Etwa 14.000 hitzebedingte Todesfälle sind zu beklagen. Die jahreszeitlichen Waldbrände in der Mittelmeerregion sind in diesem Jahr früher und verheerender aufgetreten. Ein Feuer in Wäldern mit Moorboden an der Atlantikküste bei Bordeaux war nur sehr schwer zu bekämpfen, da der Torf bis in tiefere Bodenschichten brannte. Tausende Bewohner und Touristen mussten eva - kuiert werden, und viele Siedlungen und Ferienanlagen wurden zerstört. Waldbrände nahe Madrid und Athen haben Randbereiche der Metropolen bedroht. In der Eifel und im angrenzenden Hohen Venn in Belgien sind wegen anhaltender Trockenheit bedrohliche Flächenbrände in Wäldern entstanden, im Hohen Venn mit einer vergleichbaren Problematik wie bei Bordeaux. Die durch Wassermangel ausgedörrten Böden belasten auch die Landwirtschaft. Die dies - jährige Ernte wird besonders in Süd- und Südwestdeutschland geringer ausfallen als in normalen Jahren. Und ein in wasserarmen Jahren immer wieder auftretendes Phänomen macht in diesem Som - mer besonders zu schaffen: niedrige Pegelstände von Rhein, Donau und anderen schiffbaren Flüssen. Die Binnenschiffe können nur noch ein Bruchteil ihrer Kapazität laden, um nicht auf Grund zu laufen. Das führt zu Lieferengpässen und steigenden Frachtraten. Ein Klick auf das Icon links zeigt, wie unterschiedlich Karikaturisten mit dem Thema umgehen.