Im
Verlauf
des
Jahres
1983
war
die
Krise
der
IBH
nicht
mehr
zu
übersehen.
Wir
schoben
die
notarielle
Beurkundung
der
para
-
phierten
Verträge
immer
weiter
auf,
weil
uns
klar
wurde,
dass
ein
fälliger
Kaufpreis
für
das
Betriebsgrundstück
der
Hanomag
in
der IBH-Holding versickern und nicht der finanziellen Gesundung der Hanomag dienen würde.
Als
die
IBH
dann
tatsächlich
im
November
1983
zahlungsunfähig
wurde
und
in
Konkurs
ging,
hatte
sich
die
SMH-Bank
mit
ca.
900
Mio.
DM
bei
der
IBH
engagiert.
Da
das
IBH-Engagement
das
Eigen
-
kapital
der
SMH-Bank
um
ein
Mehrfaches
überstieg,
wurde
auch
die
Bank
ein
Sanierungsfall.
Hannover
war
noch
einmal
ohne
Verlust
davongekommen.
Esch
wurde
im
November
1984
vom
Land
-
gericht
Koblenz
zu
sechseinhalb
Jahren
Gefängnis
und
einer
Geldstrafe
von
90.000
DM
wegen
Betrugs,
Untreue
und
Konkursverschleppung
verurteilt.
Auch
SMH-Chef
Ferdinand
Graf
Galen
wurde verhaftet und verurteilt.
Als
Esch
nach
4
Jahren
Haft
im
Juli
1989
frei
kam,
übersiedelte
er
noch
am
Tag
seiner
Haftent
-
lassung
mit
einem
Investorenvisum
in
die
USA,
wo
er
im
Oktober
1989
die
New
Yorker
Model
-
agentur
„Wilhelmina
International“
für
vermutlich
vier
Mio.
US-Dollar
erwarb.
Das
Geld
konnte
er
seinem
Privatvermögen
entnehmen,
das
er
hatte
retten
können.
Damit
begann
seine
zweite
Unter
-
nehmerkarriere.
Als
Chef
der
Modelagentur,
die
er
sehr
erfolgreich
führte,
lernte
er
auch
Donald
Trump
(auf
dem
Foto
zusammen
mit
Esch
und
seiner
Tochter)
kennen
und
freundete
sich
mit
ihm
an.
Eines
der
Models
der
Agentur
war
übrigens
Melania
Trump,
die
heu
-
tige First Lady der USA, die Trump über Esch kennen lernte.
Jeffrey
Epstein
habe
in
den
1990er
Jahren
versucht,
über
seine
Agentur
an
junge
Frauen
für
Sexparties
zu
gelangen,
berichtet
Esch
in
der
erwähnten
ARD-Dokumentation.
Epstein
habe
sich
für
den
Kauf
seiner
Agentur
interessiert,
allerdings
ausschließlich
für
die
weiblichen
Models.
Die
Männerkartei,
die
laut
Esch
als
wertvollster
Teil
der
Agentur
galt,
habe
für
Epstein
keine
Rolle
gespielt.
Bei
einem
Treffen
sei
über
den
Kauf
verhandelt
worden,
der
aber
nicht
zustande
gekommen
sei,
weil
er,
Esch,
absichtlich
einen viel zu hohen Kaufpreis für die Agentur verlangt habe, den Epstein erwartungsgemäß nicht akzeptiert habe.
Kurz
nach
dem
Treffen
habe
ein
Model
Esch
angerufen
und
geschildert,
sie
sei
mit
fünf
weiteren
Frauen
zu
einer
Jacht
vor
Saint
Barth
gebracht
worden,
wo
es
laut
ihrer
Aussage
um
Sex
und
Drogen
gegangen
sei.
Einige
der
Frauen
seien
minderjährig
gewesen,
deshalb sei es ihm gelungen, Epstein in einem Telefonat davon zu überzeugen, die jungen Models sofort zurückzuschicken.
Esch
zog
sich
2009
aus
der
Geschäftsführung
der
Modelagentur
zurück
und
verkaufte
50%
seiner
Anteile.
Mit
den
verbliebenen
Geschäftsanteilen
hält
er
nach
wie
vor
eine
bedeutende
Beteiligung,
die
den
Kern
seines
Vermögens
darstellt
(geschätzt
ca.
100
Mio.
EURO).
Ab
2011
lebte
Esch
in
Los
Cabos,
einem
Luxuswohnort
in
Baja
California
Sur,
Mexiko,
wo
er
einen
lukrativen
Immobili
-
enhandel betrieb.
Heute
bewohnt
er
mit
seiner
zweiten
Ehefrau
Alina
und
und
Tochter
eine
Luxus-Villa
in
Kitzbühel,
in
dem
auch das Interview für die ARD-Dokumentation aufgenommen wurde.
Auf die Kiste Sekt, die mir Esch schuldet, warte ich bis heute.