Ozeane,
Permafrostböden
und
tropische
Regenwälder
sind
wichtige
CO
2
-Senken.
Leider
sind
in
diesen
für
das
Klima
wichtigen
CO
2
-
Senken
bereits
Situationen
eingetreten
oder
zu
befürchten,
die
auch
ohne
Zutun
des
Menschen
den
Klimawandel
befördern
können.
Die
Ozeane
enthalten
mehr
als
50-mal
so
viel
Kohlenstoff
wie
die
Atmosphäre.
Dadurch,
dass
sie
bisher
rund
ein
Viertel
des
seit
der
industriellen
Revolution
verursachten
zusätzlichen
Kohlendioxids
aufgenommen
haben,
haben
sie
dem
menschgemachten
Klima
-
wandel
entgegen
gewirkt.
Doch
weil
die
Konzentration
an
klimaschädlichen
Gasen
in
der
Luft
in
den
letzten
Jahrzehnten
stetig
gestiegen
ist,
sinkt
diese
Speicherwirkung.
Die
Weltmeere
nehmen
CO
2
aus
der
Atmosphäre
auf
und
lösen
es
in
Form
von
Kohlen
-
säure.
Dadurch
wird
das
Meerwasser
saurer,
zusätzlich
durch
den
Klimawandel
auch
wärmer,
und
es
sinkt
der
Sauerstoffgehalt.
Diese
Effekte
verringern
die
Aufnahmekapazität
der
Meere
für
CO
2
.
Neben
den
physikalischen
und
chemischen
Prozessen
steuern
Meereslebewesen
die
CO
2
-Aufnahme
im
Ozean
über
die
sogenannte
biologische
Pumpe.
In
der
obersten
Wasserschicht
treiben
winzige
Algen,
das
Phytoplankton.
Sie
wandeln
durch
Photosynthese
CO
2
und
Sonnenlicht
in
Biomasse
um.
Sterben
sie,
sinkt
ein
Teil
der
Biomasse
mit
dem
gebundenen
Kohlenstoff
ab.
Langfristig
gespeichert
wird
ein
Teil
des
Kohlenstoffs,
der
nicht
in
biologischen
Stoffkreisläufen
wieder
als
CO
2
freigesetzt
wird.
Wie
sich
die
biologische
Pumpe
in
Zukunft
verändern
wird,
ist
noch
unsicher.
Fest steht aber, dass Meereslebewesen einen erheblichen Anteil an der Funktion der Ozeane als Kohlenstoffspeicher haben.
Dass
tauende
Permafrostböden
ihre
Festigkeit
verlieren,
Fundamente
von
Bauwerken
einsinken,
die
einzustürzen
drohen,
und
Stra
-
ßen
und
Schienen
ihre
Tragfähigkeit
verlieren,
ist
bekannt.
Taut
das
organische,
kohlenstoffhaltige
Material
im
Boden
auf,
wird
es
von
Mikroorganismen
zersetzt.
Kohlendioxid
und
Methan
werden
freigesetzt,
die
als
Treibhausgase
den
Treibhauseffekt
verstär
-
ken,
die
Erwärmung
der
Atmosphäre
vorantreiben
und
so
die
globale
Temperatur
erhöhen.
Das
wiederum
führt
zu
weiterem
Auftauen der Permafrostböden und weiterer Freisetzung von Treibhausgasen. Es entsteht ein negativer Kreislauf.
Der
zukünftige
Einfluss
der
tropischen
Regenwälder
auf
den
Klimawandel
ist
weit
schwieriger
abzuschätzen.
Bäume
nutzen
Sonnen
-
licht
als
Energiequelle,
um
durch
Photosynthese
Kohlendioxid
(CO
2
)
aus
der
Atmosphäre
und
Wasser
aus
dem
Boden
in
Glukose
(Zucker)
und
Sauerstoff
umzuwandeln.
Der
Zucker
dient
als
Baustein
für
das
Wachstum
des
Baumes
–
für
Stamm,
Äste,
Blätter
und
Wurzeln.
Der
Kohlenstoff
aus
dem
ursprünglich
aufgenommenen
CO
2
wird
so
in
der
Biomasse
des
Baumes
eingelagert.
Abhol
-
zungen
und
Brandrodungen
führen
dazu,
dass
der
in
den
Bäumen
gespeicherte
Kohlenstoff
sofort
zur
Gänze
als
CO
2
freigesetzt
wird
und
künftig
weniger
Biomasse
für
die
Speicherung
von
Kohlenstoff
zur
Verfügung
steht.
Selbst
wenn
Flächen
wieder
aufge
-
forstet
werden
-
was
selten
geschieht
-,
dauert
es
viele
Jahre,
bis
das
verlorene
Speichervolumen
und
die
Speicherkapazität
der
gerodeten
Fläche
wieder
erreicht
wird.
Doch
auch
ein
Erhalt
des
tropischen
Regenwaldes
bietet
keine
Garantie
als
langfristiger
CO
2
-Speicher.
Für
die
Photosynthese
brauchen
die
Bäume
neben
Licht
auch
Wasser.
Wasser
ist
nicht
in
jedem
Jahr
in
gleicher
Menge
verfügbar.
Messungen
im
intakten
Regenwald
des
Amazonas
haben
ergeben,
dass
in
nassen
Jahren
mehr
CO
2
gespeichert
als
freigesetzt
wird,
dagegen
in
trockenen
Jahren
mehr
freigesetzt
als
gespeichert
wird.
Zur
Freisetzung
von
CO
2
trägt
auch
die
Ver
-
rottung
von
Totholz
im
Regenwald
bei.
Je
wärmer
es
ist,
desto
schneller
zersetzen
Pilze,
Insekten,
Kriechtiere
und
Bakterien
das
Totholz.
Als
Fazit
kann
man
festhalten,
dass
mit
zunehmender
Erderwärmung
der
tropische
Regenwald
tendenziell
langfristig
seine
Funktion als CO
2
-Speicher einbüßen könnte. Das muss aber noch weiter wissenschaftlich untersucht werden.