Donald
Trump
ist
auf
die
Stimmen
der
Evangelikalen
angewiesen
und
wirbt
deshalb
um
sie.
Er
vermarktet
eine
Sonderausgabe
der
Bibel
für
fast
60
$
unter
dem
Slogan
„Make
America
Pray
Again“.
„Alle
Menschen
in
den
USA
brauchen
eine
Bibel
zu
Hause,
und
ich
habe
viele.
Es
ist
mein
Lieblingsbuch.“
Religion
und
Christentum
fehle
dem
Land
am
meisten.
Deshalb
sei
er
stolz
darauf,
seine
Landsleute
„zu
ermutigen,
diese
Bibel
zu
erwerben.
Wir
müssen
Amerika
wieder
seinen
Glauben
zurückgeben.“
Ohne
Deal
geht
es
bei
ihm halt nicht.
Trumps
Verhalten
und
Privatleben
passen
nicht
zu
den
Moralvorstellungen
von
konservativen
Evangelikalen,
denen
die
Ehe
heilig
ist.
Doch
um
seine
Unvollkommenheit
zu
rechtfertigen,
wird
der
biblische
König
David
als
Vorbild
bemüht.
Der
hatte
laut
Bibel
nicht
nur
mehrere
Frauen
und
Konkubinen,
sondern
beging
auch
Ehebruch
mit
Batseba
und
schickte
ihren
Mann
an
die
vorderste
Front,
damit
dieser fiel. Das ist für mich evangelikale Doppelmoral.
Die
Zustimmungswerte
für
Trump
sind
erheblich
gesunken.
Weniger
als
40
Prozent
der
US-Amerikaner
haben
noch
ein
positives
Bild
von
Donald
Trump.
Die
MAGA-Bewegung
hat
Trump
maßgeblich
zur
Wiederwahl
verholfen.
Anhänger
der
MAGA-Bewegung,
für
die
soziale
und
wirtschaftliche
Veränderungen
in
den
USA
eine
Bedrohung
ihrer
nationalistischen,
populistischen
und
konservativen
Ideale
darstellen,
vertrauen
wohl
noch
den
Versprechen
Trumps,
Amerika
wieder
„great“
zu
machen.
Davon
ist
im
Alltag
der
ameri
-
kanischen
Bevölkerung
aber
bisher
nichts
zu
spüren.
Die
MAGA-Bewegung
hat
sich
zunehmend
als
eine
neue
faschistische
Kraft
etabliert,
die
auf
die
Wiederherstellung
der
weißen
Vorherrschaft
abzielt
und
sich
gegen
liberale
Werte
wendet.
Militante
Mitglie
-
der
der
rechtsradikalen
Gruppierungen
Proud
Boys
und
Oath
Keepers
sowie
weitere
Teilnehmer
der
Erstürmung
des
Capitols
2021,
die
zu
Haftstrafen
verurteilt
und
von
Trump
nach
seiner
Wiederwahl
begnadigt
wurden,
sollen
jetzt
sogar
finanziell
entschädigt
werden aus einem geplanten Entschädigungsfonds für Opfer staatlicher Handlungen, die politisch oder ideologisch motiviert waren.
Trump
hat
als
Privatperson
im
Januar
die
Steuerbehörde
seiner
eigenen
Regierung
verklagt.
Zehn
Milliarden
US-Dollar
Schadenser
-
satz
verlangte
er,
weil
ein
Leak
der
Behörde
es
möglich
gemacht
hatte,
dass
seine
Steuerdaten
in
die
Öffentlichkeit
gerieten.
Trump
hat
jetzt
mit
der
Staatsanwaltschaft
einen
Deal
abgeschlossen,
dem
der
als
Interimslösung
von
ihm
eingesetzte
Justizminis
-
ter
Todd
Blanche
(zuvor
sein
persönlicher
Anwalt)
zugestimmt
hat:
Trump
zieht
seine
Klage
zurück,
dafür
legt
das
Justizministe
-
rium
einen
Entschädigungsfonds
(Anti-Weaponization
Fund)
für
Opfer
staatlicher
Handlungen
durch
politischen
Missbrauch
der
Justiz
in
Höhe
von
1,776
Milliarden
US-Dollar
–
die
Summe
soll
das
Gründungsjahr
der
Vereinigten
Staaten
symbolisieren
–
auf.
Ein
Gremium
von
fünf
Personen,
die
Donald
Trump
jederzeit
entlassen
darf,
soll
vertraulich
entscheiden,
wer
Entschädigungen
erhält.
Niemand
weiß
derzeit,
wer
die
fünf
Personen
sein
werden
und
an
wen
und
nach
welchen
Kriterien
das
Geld
verteilt
werden
soll.
Die
entlassenen
Staatsanwälte,
die
die
Ermittlungen
gegen
die
Erstürmer
des
Capitols
geführt
haben,
werden
es
nicht
sein.
Und
auch
nicht
die
Beamten
des
ICE,
die
Migranten
willkürlich
festgenommen
oder
Protestierende
erschossen
haben.
Die
Auszahlungen
sollen
vertraulich bleiben. Hier will ein skrupelloser Egomane politische Gefolgschaft auf Kosten des von ihm regierten Staates belohnen!
Mit
dem
Deal
erreicht
Trump
womöglich
etwas
viel
Wertvolleres:
Die
Steuerbehörden
sollen
bestehende
Prüfungen
gegen
ihn,
seine
Söhne
Erik
und
Donald
Trump
Jr.
sowie
seine
Firmen
für
immer
einstellen.
Wenn
er
und
seine
Söhne
eine
reine
Weste
hätten,
wäre
dieser Teil des Deals völlig überflüssig!
Es bleibt zu hoffen, dass es Trump nicht gelingt, die USA
in eine Autokratie oder eine Oligarchie der Tech-Milliardäre zu führen.