Nachtrag vom 12.04.2026
In
einem
Beitrag
der
Sonntagsausgabe
der
Neuen
Presse
vom
12.04.2026
mit
dem
Titel
„Putin
kappt
das
Internet“
werden
die
Pro
-
bleme
in
Moskau
(eine
der
am
stärksten
digitalisierten
Metropolen
der
Welt)
durch
gezielte
Blackouts
des
mobilen
Internets
und
mögliche Gründe für die Internetblockaden diskutiert:
<<…
Der
usbekische
Politikwissenschaftler
Scherzod
Juldaschew
sagte
dem
unabhängigen
Nachrichtenportal
„Kyiv
Indepen
-
dent“,
dass
seiner
Auffassung
nach
im
Kreml
die
Überzeugung
vorherrsche,
westliche
und
israelische
Geheimdienste
hätten
die
digitale
Infrastruktur
Irans
einschließlich
Navigations-Apps
und
vernetzter
Kameras
genutzt
um
Chamenei
präzise
zu
loka
-
lisieren.
Putin
befürchtete
demnach,
dass
die
weitreichende
Vernetzung
in
Russland
–
insbesondere
in
Moskau
–
ihn
selbst
zur
Zielscheibe ähnlicher Überwachung machen könnte.
Die
Netzkappung
in
Russland
diente
laut
Juldaschew
also
als
eine
Art
digitaler
Schutzschild,
um
jede
Form
von
internetbasier
-
ter
Ortung
der
Führungsebene
zu
unterbinden.
Browder
bezeichnete
die
Abschaltung
des
Internets
in
Russland
in
einem
Interview
mit
der
investigativen
Dokumentarserie
„Frontline
Public
Broadcasting
Service“
als
den
Akt
eines
„verängstigten
kleinen
Mannes“.
Er
argumentierte,
Putin
habe
sich
„irgendwo
in
einem
Bunker“
versteckt,
weil
er
nach
den
Ereignissen
im
Iran
um sein eigenes Leben fürchte.
Mark
Galeotti,
britischer
Experte
für
russische
Sicherheitsfragen,
ergänzt
diese
Analyse:
In
seinem
Podcast
„In
Moscow’s
Shadows”
vertritt
er
die
Auffassung,
die
russischen
Sicherheitsdienste
hätten
den
Tod
Chameneis
und
die
ukrainischen
Droh
-
nenangriffe
als
perfekten
Vorwand
dafür
genutzt,
um
Putin
davon
zu
überzeugen,
dass
das
Internet
als
mögliches
Koordinati
-
onsinstrument
für
Proteste
nicht
nur
ein
politisches
Risiko,
sondern
als
Lokalisierungswerkzeug
feindlicher
Mächte
ein
existenzielles
Sicherheitsrisiko
für
ihn
persönlich
darstelle.
In
Galeottis
Worten:
„Sie
haben
seine
Paranoia
,monetarisiert‘,
um ihre Befugnisse auszuweiten.“ …>>
Die
interessanten
Sichtweisen
von
Juldaschew
und
Galeotti
werfen
ein
Licht
auf
die
Gründe
für
die
zeitweisen
Internetblockaden
in
Moskau,
das
ich
bisher
nicht
gesehen
habe.
Um
russischen
Bürgern
den
Zugang
zu
unerwünschten
Internetadressen
zu
sperren,
gibt
es
das
nationale
„Domain-Name-System“.
Dazu
muss
man
das
Internet
nicht
generell
blockieren.
Die
(bisher)
auf
Moskau
beschränkten totalen Internetblockaden könnten tatsächlich andere interne Gründe haben.