Nach
Messeschluss
holten
Ralph
Jarett
und
ich
Hank
Hartsfield
(mit
Frau)
und
John
Smith
am
Ausstellungsgelände
ab
und
wollten
mit
bereitstehenden
Limousinen
in
das
Stadtzentrum
fahren.
Hank
Hartsfield
bat
aber
überraschend
darum,
mit
der
Stadtbahn
zu
fahren.
Er
habe
von
unserem
Stadtbahnsystem
mit
außerhalb
des
Zentrums
oberirdisch
und
im
Zentrum
im
Tunnel
fahrenden
Bah
-
nen
gelesen
und
würde
gern
einen
persönlichen
Eindruck
von
einer
Stadtbahnfahrt
gewinnen.
In
Houston
gebe
es
nur
öffentliche
Omnibusse,
meist
fahre
man
mit
dem
Auto.
Nun,
wir
ließen
die
Limousinen
stehen
und
stiegen
in
die
nächste
Stadtbahn
Richtung
Zentrum.
Hank
(wir
sprachen
uns
inzwischen
alle
mit
Vornamen
an)
genoss
die
Fahrt
merklich
und
hielt
unser
Stadtbahnsystem
für
eine
interessante
Lösung,
Stadtrandgebiete
mit
lockerer
Bebauung
an
ein
dicht
bebautes
Zentrum
anzuschließen.
Überrascht
war
er
von der dreigeschossigen U-Bahn-Station Kröpcke mit Passerelle in der Minus-1-Ebene für Fußgänger zum Hauptbahnhof.
Ein
kurzer
Sightseeing-Spaziergang
vom
Kröpcke
mit
den
Stationen
Opernhaus,
Neues
Rathaus,
Leineschloss,
Leibnizhaus,
Marktkir
-
che
führte
uns
zum
Alten
Rathaus
mit
einem
Abendessen
im
Ratskeller.
Dort
hatten
wir
einen
separaten
Bereich
für
uns
reserviert.
Während
des
Abendessens
fragte
John
nach
dem
Leben
von
Leibniz
in
Hannover.
Ihm
war
vorher
nicht
bewusst
gewesen,
dass
Leib
-
niz
in
Hannover
gelebt
und
gelehrt
hatte.
Unvermittelt
fragte
er
mich,
ob
vielleicht
Leibniz
bereits
im
Ratskeller
gesessen
haben
könnte,
dort
wo
wir
jetzt
säßen.
Ich
antwortete:
„Ja,
das
könnte
möglich
gewesen
sein.“
Da
brach
der
Wissenschaftler
John
in
Trä
-
nen
aus.
„Jetzt
sitze
ich
hier,
wo
Leibniz
vielleicht
gesessen
hat.
Leibniz,
der
das
duale
Zahlensystem
entwickelt
hat,
ohne
das
wir
heute keine Computer hätten, ohne die wir heute nicht in den Weltraum fliegen könnten. Ich fasse es nicht!“
Zu
meiner
Schande
muss
ich
gestehen,
dass
es
zwar
das
Alte
Rathaus
-
wenn
auch
in
anderer
Bauform
als
heute
-
zu
Zeiten
von
Leibniz
bereits
gab,
aber
ohne
den
Ratskeller
als
Schenke.
Zu
Zeiten
von
Leibniz
lagerten
dort
Händler
ihre
Waren.
Aber
das
wusste ich damals nicht.
Nach
dem
Abendessen
schlug
Ralph
unseren
Gästen
vor,
das
„Hannover-Abitur“
abzulegen,
und
erläuterte,
welche
Prüfung
sie
dafür
bestehen
müssten.
Judy
(Hanks
Frau)
und
John
winkten
sofort
ab,
aber
Hank
wollte
sich
der
Herausforderung
stellen.
Ich
musste
als
Hannoveraner
demonstrieren,
wie
man
eine
„Lütje
Lage“
traditionell
trinkt.
Das
gelang
mir
auch
dank
Training
bei
einigen
Besu
-
chen
auf
dem
Schützenfest,
ohne
meinen
Schlips
zu
bekleckern.
Hank
bekam
vorsichtshalber
ein
Papier-Lätzchen
umgehängt.
Er
stellte
sich
sehr
geschickt
an
und
schaffte
es
beim
dritten
Versuch,
die
„Lütje
Lage“
ohne
Kleckern
zu
trinken!
Zur
Belohnung
erhielt er die versprochene Urkunde über das bestandene „Hannover-Abitur“.
Hank
revanchierte
sich
mit
handsignierten
Postern
vom
Start
der
von
ihm
gesteuerten
Raumfähre
„Columbia“,
Apollo-Gedenkmünzen
der NASA, die bereits im Weltraum gewesen seien, und Pins in Form eines Space Shuttles mit aufgeklapptem Laderaum.