von Gerhard Meyer Kommentare zu Themen in und um Hannover
Was mich bewegt Schon immer hat es mich gestört, wenn Redaktionen oder einzelne Journalisten meinen, sie müssten die öffentliche Meinung bestimmen, anstatt sich zu beschränken auf objektive Berichterstattung. Journalismus hat zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen, nicht sie vorzugeben. Leser, Zuschauer oder Zuhörer sollten durch objektive Sachinformation in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das ist nach meiner Beobachtung heute vielfach nicht (mehr) möglich: Redaktionen pflegen ihre Freund- oder Feindbilder. Informationen werden nur so aufbereitet veröffentlicht, dass sie ins Bild passen - oder gar nicht. Kommentare sollen nicht zur Meinungsvielfalt beitragen, sondern bewusst beeinflussen. Leser, Zuschauer oder Zuhörer kommen nur dann zu Wort, wenn sie der Redaktionsmeinung dienen. Meine Erfahrung ist, dass Zuschriften an Redaktionen, mit denen falsche oder verfälschte Berichterstattungen richtig gestellt werden, wirkungslos verpuffen. Deshalb möchte ich öffentlich diskutierte Themen in und um Hannover auf dieser Website bei Bedarf kommentieren. Ich habe dabei keineswegs vor, zu jedem Thema meinen Senf dazu zu geben. Nur wenn ich den Eindruck habe, dass die Öffentlichkeit fehlinformiert wird – sei es aus Unwissenheit oder böswillig – werde ich mich zu Wort zu melden. Mit zunehmender Dauer des Ruhestands muss ich allerdings erkennen, dass ich bei vielen kommunalpolitischen Themen häufig nicht mehr up to date bin, d.h. nicht mehr über das nötige Insiderwissen verfüge, um journalistische Fehlinformationen zu erkennen. Andererseits gibt es übergeordnete politische Fragen oder auch Fragen des Alltags, zu denen ich mich ab und an auch gern äußern möchte. Es ist mir klar, dass meine öffentlichen Kommentare im Internet ebenfalls kaum wahrgenommen werden und diese Website vermutlich eher zufällig als gezielt von Internet- Usern angesteuert wird. Wenn Sie dazu gehören, seien Sie herzlich willkommen! Und wenn ich mit Sachargumenten beitragen kann zu Ihrer persönlichen Meinungsbildung, freut mich das. Gerhard Meyer 26.05.2016
© Gerhard Meyer
Gerhard Meyer
P.S.
An dieser Stelle gab es ursprünglich einen Link zu einem satirischen Ratgeber von                       : “11 Schritte zum Meinungsmonopol”. Inzwischen hat die taz den “Ratgeber” aus dem Internet entfernt. Das wird doch wohl nicht an mir gelegen haben?
P.P.S.  Glauben Sie bitte nicht, ich würde die Presse pauschal als “Lügenpresse” abstrafen wollen. Ich habe weder etwas mit der PEGIDA-Bewegung noch mit der AfD oder mit irgendwelchen rechtsgerichteten Vereinigungen am Hut. Wenngleich es auch immer einen journalistischen Mainstream gibt und viele Verlage mit ihren Presseorganen eindeutig bestimmten politischen Lagern oder gesellschaftlichen Meinungsspektren zuzuordnen sind, respektiere und verteidige ich die verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit. Aber Information und Meinung muss man voneinander trennen. Journalisten haben vorrangig einen Informationsauftrag. Sie dürfen auch ihre Meinung verbreiten. Sie dürfen aber nicht Information und Meinung so vermengen, dass man sie nicht mehr auseinander halten kann.